Niemand schuldet dir Reichweite

Ich habe vor sechs Jahren angefangen, mich neben meinem Beruf selbstständig zu machen. Irgendwann mitten im Jahr. Ohne Neujahrs-Aufbruchsstimmung.

Ich bin gestartet, als es unbequem und unsortiert war.
Aber ich bin diesen Weg nicht kopflos gegangen.

Ich habe gerechnet.
Ich habe mir einen finanziellen Puffer aufgebaut.
Ich wollte mir erlauben, dass auch ein Jahr nicht perfekt laufen darf.

Nicht aus Angst. Sondern aus Verantwortung. Heute habe ich mein eigenes Business.

Digitale Kommunikation war für mich kein Marketing-Tool.
Sie war mein Handwerk. Mein Mittel, mir über Zeit etwas Eigenes aufzubauen.

Nicht, um schnell sichtbar zu sein.
Sondern um langfristig Vertrauen entstehen zu lassen.

Und genau deshalb schreibe ich dir heute - nicht erst zum Jahreswechsel,
sondern jetzt.

Mein Geschenk an dich ist kein „So wirst du sichtbar in 30 Tagen“.

Es ist etwas was mir über Jahre enorm geholfen hat.
Gerade dann, wenn du mit dem Gedanken spielst, dir digital eine Marke aufzubauen.
Sei es, um einen neuen Job zu finden, oder um deine eigene Selbstständigkeit aufzubauen.

VOR DEM POSTEN & DANACH

1. Ich höre auf zu jammern.
Nicht, weil alles leicht ist. (Man darf auch mal jammern.)
Aber es ändert nichts an der Situation und hält mich vom Gestalten ab.

2. Ich erwarte nichts geschenkt.
LinkedIn ist kein Wunschkonzert.
Reichweite entsteht durch Präsenz, Wiederholung und echten Mehrwert. Nicht durch Hoffen.

3. Ich denke in Jahren, nicht in Likes.
Likes sind Momentreaktionen.
Vertrauen entsteht, wenn Menschen dich über Zeit erleben:
in deinen Themen, in deinen Kommentaren, in Gesprächen.

4. Ich lerne das Spiel, bevor ich es bewerte.
LinkedIn ist kein “Facebook-Tagebuch”.
Es ist ein Netzwerk aus Beziehungen, das darauf ausgelegt ist,
Menschen, Themen und wirtschaftliche Interessen sinnvoll miteinander zu verbinden.

Wer LinkedIn wie ein privates Ventil nutzt, wird schnell frustriert.
Wer versteht, dass es um Austausch, Nutzen und Relevanz geht,
kommt weiter.

5. Ich schreibe nur aus gelebter Erfahrung.
Alles andere spürt man sofort. Spätestens im Gespräch.
Wenn jemand nachfragt. Wenn es konkret wird.

Menschen merken, ob du etwas selbst erlebt hast
oder ob du nur Inhalte reproduzierst.

Und ganz ehrlich: Ich möchte mir selbst treu bleiben.
Ich möchte zu dem stehen können, was ich schreibe.

6. Ich frage mich bei jedem Post: „Würde ich mich selbst lesen?“
Gerade in Zeiten von KI ist das entscheidend.

Generischer Content,
immer gleiche Phrasen,
immer gleiche Anführungszeichen,
immer gleiche Gedanken - das erkennt man sofort.

KI kann helfen. Aber falsch genutzt produziert sie austauschbaren Müll.

Deshalb nutze ich Frameworks, arbeite mit Struktur
und überprüfe jeden Text darauf, ob er nach mir klingt und nicht nach „allen“.

MINDSET-SHIFTS

7. Ich parke mein Ego.
Es geht nicht darum, wie klug ich wirke.
Es geht darum, ob jemand nach dem Lesen einen Schritt weiter ist.

8. Ich bin nicht Fake-Helpful.
Auf LinkedIn reicht es nicht, nett zu sein.
Content muss anwendbar sein, sonst bleibt er folgenlos.

9. Ich zeige den Weg zum Ergebnis.
Nicht nur was funktioniert, sondern auch wie und warum.
Ich teile Abläufe, Entscheidungen und Zwischenschritte. Nicht nur das Endergebnis.

10. Ich schreibe über Ergebnisse, die ich erziele.
Nicht als Selbstdarstellung, sondern als Orientierung.
Ergebnisse machen Prozesse greifbar.

11. Ich fokussiere Nutzen.
Storytelling darf berühren.
Aber auf LinkedIn muss klar sein:
Was bringt mir das?
Was kann ich danach anders machen?

12. Ich schaffe wirtschaftliche Chancen FÜR Leser.
Guter Content hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.
Für den nächsten Job.
Für das eigene Business.
Für die eigene Positionierung.

Wissenscontent performt nicht immer laut.
Aber er ist der Teil, der Menschen ins Handeln bringt.

SCHREIBEN, DAS FUNKTIONIERT

13. Ich lege Fokus auf den Hook.
Der erste Satz entscheidet, ob jemand bleibt oder weiter scrollt.

14. Ich halte, was ich im Hook verspreche.
Was du am Anfang ankündigst, musst du im Text einlösen.
Keine Fake-Hooks. Keine leeren Versprechen.

15. Ich nutze das P-A-C-T-Framework.
Nicht für Perfektion, sondern für Nachvollziehbarkeit.
Struktur heißt nicht Schulaufsatz. Struktur heißt: kein Wirrwarr.
Unsortierte Texte schrecken Menschen ab.

16. Ich schreibe mehr, als mir bequem ist.
Ich setze mich regelmäßig (oft montags) ein bis zwei Stunden hin
und schreibe Erlebnisse, Gedanken, Beobachtungen.
Nicht alles wird veröffentlicht. Aber alles ist Material.

17. Ich liefere Beweise, keine Behauptungen.
Echte Erfahrungen aus dem Leben.
Manchmal Statistiken aus Posts.
Manchmal Rückmeldungen von Klienten.
Manchmal Learnings aus Dingen, die nicht funktioniert haben.

18. Ich schreibe so, dass andere mich verstehen.
Wenig Fachjargon. Keine unnötigen Fremdwörter.
Wenn wissenschaftliche Texte deine Zielgruppe sind - fein.
Wenn nicht, dann schreib so, dass jemand denkt:
„Ach so … so ist das gemeint.“

DISTRIBUTION & BEZIEHUNGEN

19. Ich poste und ghoste nicht.
Sichtbarkeit endet nicht beim Veröffentlichen.
Bleib online. Kommentiere bei anderen. Schreibe DM´s. Sei präsent.

20. Ich antworte auf Kommentare.
Jeden einzelnen.
Kommentare sind Gespräche und Gespräche bauen Vertrauen.

21. Ich spreche gern & viel mit Menschen.
Regelmäßiges Kommentieren und DM´s sind Teil der Arbeit - nicht Beiwerk.

22. Ich baue Beziehungen, keine Follower-Zahlen.
Follower sehen dich. Beziehungen erinnern sich an dich.

ITERATION & WACHSTUM

23. Ich plane Posts und messe Daten mit MagicPost.
Nicht aus Kontrollzwang.
Sondern um zu verstehen, was Menschen wirklich brauchen.

24. Ich verdopple, was funktioniert und lösche den Rest.
Verdoppeln heißt nicht kopieren.

Es heißt: einen Gedanken noch einmal aufgreifen,
den Text schärfen, neue Beispiele ergänzen,
andere Blickwinkel hinzufügen.

Am Ende geht es nicht um den perfekten Zeitpunkt.
Sondern um den Mut, dir selbst zu vertrauen.

Wenn deine Landkarte steht.
Wenn dein Nordstern klar ist.
Wenn du weißt, in welche Richtung die nächsten Jahre gehen sollen.

Dann lass dich nicht ablenken.
Bleib mutig. Bleib im Vertrauen. Mit dir selbst und mit der Welt.

Ein digitales Dorf entsteht nicht über Nacht.
Es braucht Zeit. Geduld. Wiederholung.

Ich wünsche dir genau das:
Vertrauen in deinen Weg. Ruhe in deinen Schritten.
Und den Mut, jetzt zu gehen. Nicht erst im Januar. 🙃 

Good luck, my friend.

Love

-Kristin